Das kommende Duell der 1b-Herren hat fast schon Derby-Charakter. Mit dem TSV Knittlingen kommt der einzige Landesliga-Konkurrent aus dem Handballkreis Pforzheim nach Neuenbürg. Nur zwei Mannschaften in der Landesliga haben bisher weniger Punkte gesammelt, was bedeutet, dass die Buchberger nun in möglichst vielen Spielen mindestens einen Zähler mitnehmen sollten.

Da kommt der TSV Knittlingen also nicht gerade zur rechten Zeit. Nach einigen Schwierigkeiten zum Start hat sich der hochkarätige Aufsteiger in der neuen Liga zurecht gefunden und nach vorne gearbeitet. Beim Kader der Kraichgauer kann das niemanden wirklich überraschen. Linkshänder Marco Hauk spielte einst mit der TSG Ludwigshafen-Friesenheim in Liga eins, Spieler wie Matthis Eickmeier und Michael Zeller konnten sich beim Lokalrivalen TV Bretten in der Oberliga beweisen.

Spielertrainer Sebastian Geider präsentierte sich mit der SG Heddesheim in der Oberliga. Auch im Tor verfügt der TSV gleich zweifach über hohe Klasse. Florian Eitel spielte einst zwei Jahre beim HCN in der Verbands- und in der Badenliga, bevor er sich für ein Jahr Oberligist SG Pforzheim/Eutingen anschloss. Danach zog es ihn in den Kraichgau. Gespannpartner Daniel Gaier genoss seine Ausbildung in der Jugend des ThSV Eisenach.

Die Qualität des Gegners darf für die Mannen von Marco Langjahr und Benedikt Hettich aber nicht als Ausrede gelten. Zuerst einmal müssen sich die Neuenbürger auf ihre eigene Leistung fokussieren. In den letzten Spielen konnte man immer 30 bis 40 Minuten gut mithalten, bevor der Leistungseinbruch das Team um wichtige Punkte brachte.

Zudem liegen die Probleme der Buchberger eher im Angriff als in der Abwehr. Hier war Abwehrchef Johannes Müller am letzten Wochenende "on fire". Der Hüne sprang nach vielen Ausfällen im Rückraum auch vorne ein und erzielte neun Tore. Generell fehlt es den Neuenbürgern im Angriff aber an der Unausrechenbarkeit, beispielsweise werden die Außen zu selten ins Spiel gebracht, was das Spiel zu sehr auf die Spielmitte verengt. Auch das Gegenstoßspiel kommt nicht mehr so zur Entfaltung wie in der Vergangenheit.

Gegen Knittlingen auf den Umschwung zu hoffen, ist vielleicht verwegen. Die Neuenbürger werden ihre Chance aber auf jeden Fall suchen. Zuzutrauen ist der Neuenbürger Mannschaft vieles, schließlich steckt Potential in der Truppe. Die Buchberger hoffen für die Mobilisierung letzter Kräfte auch auf die Unterstützung des eigenen Publikums.

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