Die Neuenbürger Oberliga-Handballer mussten am Samstagabend nach zwei Siegen aus zwei Spielen zum ebenfalls verlustpunktfreien SV Fellbach. Eines der Teams würde seine weiße Weste verlieren, das war also bereits vor der Begegnung klar. Erstmals in dieser Saison stand Erkan Öz nach abgelaufener Sperre wieder Marco Langjahr zur Verfügung. Jedoch fehlten mit Marius Angrick und Timo Bäuerlein auch in Fellbach wichtige Leistungsträger. Ebenfalls auf der Bank Platz nahm Routinier Hans Christensen, der vormals unter anderem bei der SG Pforzheim/Eutingen und der TGS Pforzheim als Spieler und Trainer aktiv war.

Die Partie begann mit Vorteilen für Fellbach. Nach vier Minuten gingen die Hausherren mit 1:4 in Führung. Neuenbürgs Angriff steigerte sich in der Folge, nach 9 Minuten konnte Felix Kracht zum 6:6 ausgleichen. Die Abwehrreihen beider Teams zeigten sich allerdings weiterhin nicht von ihrer besten Seite. Recht schnell kam Konstantin Regelmann für Mile Matijevic ins Neuenbürger Tor. Fellbach konnte sich aber wieder freischwimmen, legten wieder auf 6:9 vor, ehe HCN-Trainer Erkan Öz die Time-Out-Karte auf den Tisch legte. Von diesem Zeitpunkt an mischte auch Marco Langjahr mit, der mit seinen drei Treffern in dieser Phase den Anschluss halten konnte. Nach zwei Gesichtstreffern durch gegnerische Abwehrspieler war er aber verletzt wieder zum Zusehen von der Bank aus verdammt. Die Foxes liefen weiterhin einem Rückstand hinterher. Mile Matijevic nahm den Platz zwischen den Pfosten wieder ein. Aktivposten im Neuenbürger Angriff war nun Linkshänder Julian Frauendorf. Er markierte schließlich auch den 15:18-Halbzeitstand.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts drohten die Gäste aus dem Enztal den Anschluss zu verlieren. Fellbachs Moritz Schäfer traf zum 18:23. Vor allem die rechte Angriffsseite der Neuenbürger stemmte sich nun aber mit Hängen und Würgen dagegen, den Abstand noch größer werden zu lassen. Mattes Meyer und Xaver Nitzke gelangen in dieser Phase wichtige Treffer. Beim 25:27 von Philipp Karasinski in der 46. Minute durfte Neuenbürg wieder an einem Punktgewinn schnuppern. Fellbach spielte seine Angriffe aber klug aus, sodass es den Foxes vorerst nicht gelang, auf mehr als zwei Tore heranzukommen. Ein Ereignis in der 53. Minute hätte das Spiel aber noch einmal zum Kippen bringen können: Nachdem Daniel Toth bei einer Abwehraktion Mattes Meyer am Kopf erwischte, sah er die rote Karte. Vincent von Witzleben, Kevin Langjahr und Jonas Kraus brachten den HCN zur 56. Minute wieder auf 30:31 an. Dann war das Pulver im Neuenbürger Angriff aber anscheinend verschossen. Eine Zwei-Minuten-Strafe für Kevin Langjahr zwei Minuten vor Spielende machte die Aufgabe für die Foxes zudem nicht einfacher. Fellbacht konnte auf 30:33 vorlegen und entschied das Spiel somit eine halbe Minute vor Schluss. Philipp Karasinski setzte mit seinem 31:33-Treffer den Schlusspunkt.

Letztendlich muss anerkannt werden, dass die Partie mit dem SV Fellbach einen verdienten Sieger hervorbrachte. Die Schwaben lagen kein einziges Mal zurück, führten die überwiegende Dauer des Spiels. Für die Foxes ist die Niederlage in Fellbach sicherlich ein Dämpfer, aber kein dramatischer Rückschlag. Die Abwehrarbeit muss sich aber bis zum nächsten Spiel gegen den TSV Zizishausen, der für seine Offensivkraft bekannt ist, mindestens wieder auf das Niveau der ersten beiden Partie steigern.

HCN 2000: Matijevic, Regelmann - Frauendorff (6), Nitzke (3), Christensen, von Witzleben (1), Karasinski (3), Kraus (3/3), Kracht (3), P. Burkhardt, M. Langjahr (3), Meyer (5), K. Langjahr (2), Pollmer (2)

SVF: Sedlacek, Siemer - Sawada (3), C. Schäfer (6/4), Wente (1), M. Schäfer (7), Dierl, Brunner (1), Blodig (6), Pfeil (6), Freudenreich (2), Rieck, Schuhbauer (1), Kapp

Gelbe Karten: Meyer, Kracht, Pollmer (alle HCN 2000) - Freudenreich, Blodig (alle SVF)

Zeitstrafen: Meyer, Karasinski, Kracht, K. Langjahr (alle HCN 2000) - Toth, Freudenreich, Brunner (2) (alle SVF)

Disqualifikation: Toth (SVF)

Schiedsrichter: Sebastian von Briel, Dirk Bausert (TSV Freiburg-Zähringen)

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