Die Corona-Krise brachte dem Handballsport einige unwägbare Monate ein, die auch hinter dem HCN liegen. Nach dem Saisonabbruch im März war lange unklar, wann wieder in welchem Umfang trainiert werden kann. Langsam aber sicher kehrt alles in geordnete Bahnen zurück, zumindest solange die Corona-Erkranktenzahlen nicht wieder sprunghaft ansteigen. Schon seit Anfang des Jahres, vor Beginn der Corona-Krise, planten die Verantwortlichen des HCN um den sportlichen Leiter Marco Langjahr den Kader für die neue Runde. Drei Spieler konnte der HCN von einem Engagement auf dem Buchberg überzeugen.

Mit Linkshänder Mattes Meyer hat der HCN wohl einen echten Glücksgriff getätigt. Der aus Walzbachtal stammende Außen gehörte in der vergangenen Saison dem Drittliga-Team der Rhein-Neckar Löwen an. Bei den Jugendmannschaften der "Junglöwen" genoss der 1,78 Meter große Flügelspieler eine hervorragende handballerische Ausbildung. Der Dauerbrenner war überdies der einzige im Junglöwen-Team, der in allen 24 Ligaspielen eingesetzt wurde. In diesen brachte er es auf 76 Tore. Hinter Philipp Ahouansou, immerhin Juniorennationalspieler, lag der in der teaminternen Torschützenliste auf Rang zwei. Auch von der Siebenmetermarke bewies der junge Meyer immer wieder seine Qualität. 16 seiner 20 Siebenmeter liegt seine Trefferquote bei den Strafwürfen bei guten 80 %.

Mit der Neuverpflichtung ist man auf den Linkshänderpositionen nun noch variabler aufgestellt. Neben Xaver Nitzke und Vincent von Witzleben, die in der aktuellen Saison einen riesigen Schritt nach vorne gemacht haben, steht nun ein weiterer talentierter Linkshänder im Neuenbürger Kader. Zudem kehrt Julian Frauendorff, der mit seinen 27 Jahren ebenfalls noch den erheblichen Teil seines handballerischen Schaffens vor sich hat, nach langer Verletzungspause zurück in die Mannschaft. Sowohl qualitativ und quantitativ ist man auf den beiden Linkshänder-Positionen also für die Zukunft gewappnet.

Der HCN-Neuzugang Nummer zwei heißt Nils Pollmer und ist nur rund zwei Jahre älter. Der großgewachsene Kreisspieler wurde bei der SG Heidelsheim/Helmsheim ausgebildet. In der A-Jugend gelang ihm und seinem Team der Gewinn der badischen Meisterschaft. Anschließend lief Pollmer für ein Jahr beim TV Bretten in der Badenliga auf. Am Ende der Saison stand für die Melanchtonstädter zwar der Abstieg aus der Badenliga fest. Der Kreisläufer konnte die Spielzeit in jungem Alter aber nutzen, um sich für seinen Ex-Verein Heidelsheim/Helmsheim - ebenfalls Badenligist - zu empfehlen. Zu diesem kehrte er zurück, um sich wiederum ein Jahr später der SG Stutensee-Weingarten anzuschließen.

Bei der Spielgemeinschaft zählte der Kreisläufer zu den Leistungsträgern. Vor allem im Mittelblock verrichtete der kampfstarke Hüne einen hervorragenden Job. Auch im Angriff spielt Pollmer seine Stärken gut aus und war bei den Stutenseern in der abgelaufenen Saison in mehreren Spielen bester Torschütze seiner Mannschaft. Die Neuenbürger bekommen einen jungen Spieler mit viel Potential hinzu, der in den vergangenen Jahren bei seinen Vereinen stets große Schritte nach vorne machte.

Für die Torwartposition können die Foxes nun die Verpflichtung des 33-jährigen Mile Matijevic verkünden. Er kommt von Lokalrivale SG Pforzheim/Eutingen. Der ursprünglich aus Serbien stammende Torhüter fand seinen Weg über die Oberpfalz beim damaligen Bayernligist TB 03 Roding und über den Drittligisten TV Friedberg zum Altmeister TV Grosswallstadt. Die Reise in Richtung Westen ging 2016 weiter, als er sich der gerade in Liga drei aufgestiegenen SG Pforzheim/Eutingen anschloss. Dort war der Torhüter bis zum vergangenen Sommer die unangefochtene Nummer eins. In der abgelaufenen Saison bildete er mit Ex-Bundesliga-Keeper Bastian Rutschmann das wohl stärkste Torwartgespann der Oberliga, das seinen maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Pforzheimer in die dritte Liga hatte. Trotz des starken Konkurrenten bekam Matijevic seine Einsatzzeiten, rettete den Pforzheimern im Aufstiegsrennen mehrere Punkte.

In der kommenden Saison wird der erfahrene Ruhepol Mile Matijevic mit dem jungen Energiebündel Felix Spohn ein abwechslungsreiches Torwartduo bilden, das sich in jeder Hinsicht gut ergänzt. Seine mehrjährige Erfahrung auf Dritt- und Oberliga-Niveau wird für das Neuenbürger Team darüber hinaus auch abseits des Feldes ein Gewinn sein.

Die drei Verpflichtungen passen bei den Neuenbürgern bestens ins Portfolio. Sie verkörpern einen perfekten Mix aus Talent und Erfahrung. Darüber hinaus ist man sich auf dem Buchberg sicher, dass die drei sich mit ihrer Art auch menschlich hervorragend ins Team integrieren werden.

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