Gegen den Favoriten aus Söflingen musste sich die HCN-Sieben geschlagen geben.

Gegen das Spitzenteam aus dem Ulmer Stadtteil Söflingen hat sich das HCN-Oberliga-Team viel vorgenommen. Nach drei Niederlagen in Folge war dies kein einfaches Unterfangen, traf man doch auf ein formstarkes Team, das die letzten fünf Partien für sich entscheiden konnte. Mit Felix Spohn musste einer der beiden Keeper aufgrund einer Verletzung an der Hand passen. Findan Krettek nahm den freien Platz im Neuenbürger Torwartgespann ein. Auch Kreisläufer Nikolaj Unser stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Bei den Gästen erwischte vor allem Geburtstagskind Leo Vesligaj einen Sahnestart. Der Linkshänder mit schnellem Armzug ließ HCN-Keeper Florin Panazan keine Chance und markierte vier der ersten sieben Tore seiner Mannschaft. Auf Neuenbürger Seite war die Chancenverwertung hingegen mangelhaft, gleich mehrere Fehlwürfe in den ersten Minuten sorgten dafür, dass man nach rund zehn Minuten mit 4:7 im Hintertreffen lag. Immerhin war Jonas Kraus auch bei schlechtem Winkel von der Außenposition zielsicher. Mit seinem dritten Treffer brachte der Linksaußen seine Mannen wieder auf 6:7 heran. Die Gäste konnten kurz darauf beim 7:10 in Person von Kevin Kraft wieder auf drei Tore Vorsrpung erhöhen.

Im Neuenbürger Angriff war nun eine Leistungssteigerung zu erkennen. Regisseur Timo Bäuerlein, der ein überragendes Spiel machte, übernahm nun mehr und mehr die Verantwortung. Der Neuenbürger Mittelmann kam immer wieder selbst erfolgreich zum Abschluss, setzte aber auch seine Nebenleute gekonnt ein. Hiervon profitieren konnte vor allem der wurfgewaltige Philipp Karasinski, der am Samstagabend seine Würfe meist treffsicher im Tor unterbrachte. Jonas Kraus erzielte in der 19. Minute schließlich den 12:12-Ausgleich. TSG-Coach Steffen Klett sah sich zu diesem Zeitpunkt zu einer Auszeit gezwungen. Die Gäste konnten sich wieder auf zwei Tore absetzen und hielten diesen Vorsprung, auch weil die Neuenbürger Deckung keinen Zugriff fand. Neuenbürgs Angriff gefiel weiterhin, gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste fanden die Neuenbürger entweder über den dynamischen Rückraum oder über Kreisläufer Georg Kern Lösungen. Mit der Pausensirene traf Tim Kaulitz zum 18:21-Zwischenstand.

Das Pausenresultat zeigt bereits, dass beide Abwehrreihen sowie die Torhüter noch nicht im Spiel waren. Die Gäste stellten nun auf eine defensivere 6:0-Deckung um. Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes ließen sich die Foxes davon noch nicht beirren. Felix Kracht verkürzte mit zwei Treffern zum 20:21. Danach dominierten aber die Söflinger. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr bereitete der 2,07 Meter große Mathias Salger Probleme. Der Halblinke präsentierte sich trotz seiner Körpergröße sehr beweglich und traf nicht nur aus der Ferne, sondern suchte auch immer wieder den Durchbruch durch die Lücken der Neuenbürger Abwehr. In der 37. Minute konnte er mit dem 20:25 erstmals eine Fünf-Tore-Führung für die Söflinger erzielen.

Auch den Neuenbürger Rückraum bekamen die Ulmer immer besser in den Griff. Neben der Tatsache, dass Söflingens Keeper Bartlomiej Pawlak nun immer mehr Bälle zu halten bekam, ließ auch die Zielgenauigkeit bei den Neuenbürgern nach. Man verfiel wieder in alte Muster, die Kraft ging den Buchbergern in der Schlussphase wieder aus. Auch der Torwartwechsel im Neuenbürger Gehäuse nach 45 Minuten zu Findan Krettek verpuffte. Der Schlussmann bekam zwar einige Bälle zu halten, im Angriff brachte man es ab der 45. Minute aber nur noch auf drei Tore. Die Gäste nutzten dies gnadenlos aus und erhöhten von Minute zu Minute den Torestand. Am Ende mussten sich die Neuenbürger mit 28:38 geschlagen geben.

Zwar spiegelt dieses klare Ergebnis sicher nicht die Leistung wider, die man über weite Strecken des Spiels zeigte. Aufgrund der schwachen Schlussphase hat man sich die hohe Tordifferenz aber selbst zuzuschreiben. Die Neuenbürger wollen nun möglichst schnell wieder die Köpfe frei bekommen und die zuletzt fünf sieglosen Spiele vergessen. Es steht nun die wichtigste Phase der Saison an. Mit Neckarsulm, Stuttgart und Zizishausen begegnet der HCN innerhalb der nächsten vier Spieltage drei Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Hier muss wieder Zählbares an Land gezogen werden, um den Klassenerhalt sichern zu können. Immerhin haben die Neuenbürger noch ein Sieben-Punkte-Polster bis zu einem Abstiegsplatz. Dieses soll nun aber nicht dahinschmelzen.

HCN 2000: Panazan, Krettek - Nitzke (1), von Witzleben, Kern (4), Karasinski (5), Kraus (6/1), Angrick (3), Kracht (3), P. Burkhardt, N. Gerwig, Bäuerlein (6)

TSG S: Pawlak, Henke - Kaulitz (4), Kraft (3), Schaaf (3), Bittner, Dürner (5/1), Schramm (2), Salger (5), Vesligaj (5), Francik (1), Klett (2), Hartmann (4), Eberhardt (4)

Gelbe Karten: Kern, Karasinski, Angrick (alle HCN 2000) - Francik, Schramm, Hartmann (alle TSG S)

Zeitstrafen: Angrick, P. Burkhardt (2), Kern (2) (alle HCN 2000) - Hartmann (alle TSG S)

Schiedsrichter: Felix Gorenflo, Frank Mangold (TuS Gutach)

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