Nach der Faschingspause geht es für die HCN-Oberliga-Handballer auf die Fildern zum TSV Neuhausen/Filder. Die Gastgeber traten letztes Jahr in der dritten Liga auf und kämpfen um den direkten Wiederaufstieg. Die Chancen stehen nicht allzu schlecht, nur einen Punkt ist vom zum Aufstieg berechtigenden zweiten Platz entfernt.

Leichte Sorgenfalten auf der Stirn von TSV-Coach Markus Locher dürften vor allem in der Winterpause aufgetreten sein. Denn der Drittliga-Absteiger hat das gleiche Problem wie Aufsteiger Neuenbürg: Wichtige Schlüsselspieler fallen langfristig aus. Bei den Neuhäusern traf es mit Timo Durst den Top-Torschützen und mit Hannes Grundler den Kapitän der Mannschaft. Besonders die Quote von Spielgestalter Durst ist imposant: In 16 Spielen traf er 151 mal, das macht im Schnitt neun Tore im Spiel.

Doch in Neuhausen scheinen die Rückraumschütze offenbar auf den Bäumen zu wachsen. Denn nach der Verletzung von Durst in der Winterpause übernahm der 2,07 Meter große Patrik Letzgus dessen Rolle fast nahtlos. Im neuen Jahr traf der Halblinke nie weniger als acht Mal in einem Spiel. In den Spitzenspielen gegen die SG Pforzheim/Eutingen konnte er mit 11 von 22 Toren gar die Hälfte der Treffer seines Teams erzielen.

Neuhausen wäre allerdings kein Spitzenteam, wenn man nicht auch auf anderen Positionen über hohe Qualität verfügte. Und das ist eindeutig der Fall. Im Winter reagierte man noch einmal mit der Verpflichtung von Mittelspieler Ferdinand Michalik, der mit dem Namensvetter TV Neuhausen/Erms einst sogar in Liga eins aktiv war. Im Tor steht mit Magnus Becker, der ebenfalls für den TV Neuhausen/Erms und den VfL Pfullingen in den letzten Jahren ebenfalls in den oberen drei deutschen Ligen. Er dürfte somit zu den besten Torhütern der Liga zählen.

Dass Neuhausen/Filder derzeit aber verwundbar ist, zeigen die vergangenen vier Spiele. Mit der SG Pforzheim/Eutingen, der SG Köndringen/Teningen und dem TVS Baden-Baden gelang es drei Gegnern, den Drittliga-Absteiger zu besiegen. Allerdings plagen - wie bereits angesprochen - auch den HCN Verletzungssorgen.

Mit dem Halblinken Philipp Karasinski, der zuletzt aus beruflichen Gründen fehlte, steht Felix Kracht beim kommenden Auswärtsspiel immerhin wieder ein eingeplanter Rückraumspieler zur Seite. Auf der rechten Seite hat sich zwischenzeitlich Vincent von Witzleben etabliert. Der gelernte Rechtsaußen findet sich immer besser auf seiner neuen Position zurecht und glänzt vor allem in Eins-gegen-Eins-Duellen mit dem gegnerischen Abwehrspielern.

Kämpferisch kann den Neuenbürgern sowieso kein Vorwurf gemacht werden. Auch in den vergangenen Spielen gab es Phasen, in denen die Foxes bis auf zwei Tore heran kamen. Am Ende fehlte aber oft die Kraft, um das Spiel zu kippen. Im Hinspiel gelang ein Unentschieden gegen Neuhausen/Filder, nun wollen die Foxes alles versuchen, um auch dieses Mal erfolgreich zu sein. Die Aufgabe wird alles andere als leicht, zusammen mit den mitreisenden Fans will man aber wieder alles in die Waagschale werfen.

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