Eng zusammenrücken muss das HCN-Team nach den schmerzhaften verletzungsbedingten Ausfällen.

Nach der Heimniederlage gegen die SG H2Ku Herrenberg am letzten Wochenende muss die Neuenbürger Oberliga-Sieben am kommenden Samstag wieder zuhause ran. Zu Gast ist mit der SG Köndringen/Teningen das Team, das in der Rückrunde für großes Aufsehen sorgte. Nach einer holprigen Halbserie 2019 gelang es dem Team aus dem Breisgau im neuen Jahr bereits drei Top-Teams zu schlagen.

Jahrelang war die Spielgemeinschaft aus dem Breisgau der Dino der dritten Liga. 2018 musste man den Gang in die BWOL antreten. In der Hinrunde hatte Köndringen/Teningen einen steinigen Weg zu absolvieren. Auch einen Trainerwechsel hat die SG hinter sich. Der langjährige Coach Ole Andersen wechselte Anfang des Jahres zum Drittligisten TV Willstätt. Bereits Ende November trennte man sich vom Coach, Manfred Chaumet übernahm die Mannschaft fortan und wird dies auch bis zum Ende der Runde tun.

Der neue Coach scheint vor allem die Winterpause dazu genutzt haben, dem Team einen Schub zu verleihen. Die Bilanz im neuen Jahr kann sich sehen lassen. Man konnte Spitzenreiter SG Pforzheim/Eutingen sowie den beiden Drittliga-Absteigern TSV Neuhausen/Fildern und TVS Baden-Baden, die immer noch im Aufstiegsrennen mitmischen, schlagen. Vor allem Rückraumspieler Maurice Bührer präsentierte sich in prächtiger Form. 32 Tore gelangen dem Linkshänder in den vier Spielen dieses Jahr. Top-Torschütze der Breisgauer ist Jan-Philipp Valda. 110 Tore brachte er bisher zu Stande. Damit hat er sich offenbar auch für andere Vereine in der Region interessant gemacht, wie diese Woche bekannt wurde, wird der SG-Shooter ab Sommer für Drittligist TV Willstätt auflaufen, sofern dieser die Klasse halten kann.

Während die Köndringer seit dem Winter einen Aufschwung zu verzeichnen haben, geht es beim HCN vor allem darum, einigermaßen in der Spur zu bleiben. Zu sehr hat beim HCN in den vergangenen Wochen das Verletzungspech zugeschlagen. Dass die nötige Qualität trotz der Ausfälle von wichtigen Stützen wie Marco Langjahr und Julian Frauendorff weiterhin vorhanden ist, zeigten die letzten Spiele. Man konnte dem Gegner immer über längere Phase Paroli bieten. Durch den dünneren Kader fehlen aber wichtige Alternativen, um auch für Entlastung zu sorgen.

Trotzdessen, dass man mit einem Sieg und einem Unentschieden aus den vergangenen vier Spielen unter dem Punkteschnitt der bisherigen Runde liegt, haben die Spiele im neuen Jahr auch positive Erscheinungen hervorgebracht. Die beiden jungen Linkshänder Xaver Nitzke und Vincent von Witzleben übernahmen auf Außen und im Rückraum mehr Verantwortung. In der Abwehr spielte sich neben den zuverlässigen Innenblock-Spielern Marius Angrick und Georg Kern der agile Phil Burkhardt in den Vordergrund. Der bereichert das Neuenbürger Spiel zudem im erweiterten Gegenstoßspiel.

Ob den Neuenbürgern gegen die formstarke SG ein Punktgewinn vergönnt sein wird, bleibt abzuwarten. Wer die Buchberg-Truppe allerdings kennt, weiß, dass sie auf jeden Fall alles in die Waagschale werfen wird, mögen die Voraussetzungen auch noch so schlimm sein. Unabdingbar dafür wird aber wieder die Unterstützung des leidenschaftlichen Neuenbürger Publikums von der Tribüne sein.

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