Zum Start der Saison 2018/19 gingen die weiblichen Jugendmannschaften des HC Neuenbürg 2000 und der TG 88 Pforzheim gemeinsam als Spielgemeinschaft an den Start. Gemeldet wurden vier Jugendmannschaften. In der A-, B- und C-Jugend konnte jeweils eine Badenliga-Mannschaft gestellt werden, zudem trat eine zweite A-Jugend-Mannschaft in der Bezirksliga an.

Weibliche A1-Jugend – Eine Saison mit vielen Verletzungssorgen endet mit Platz 6

Trotz teilweise personell angespannter Situationen verlor die weibliche A1-Jugend nie den Spaß.

Die von Gabi Kubik und Marius Kubik trainierte A1-Jugend landete im 9er-Teilnehmerfeld der A-Jugend-Badenliga am Ende auf dem sechsten Tabellenplatz. Kämpferisch konnte der Mannschaft um Kapitänin Jasmin Heilemann zu keiner Zeit ein Vorwurf gemacht werden. Allerdings machten Verletzungen und krankheitsbedingte Ausfälle den A-Jugend-Mädels oft einen Strich durch die Rechnung. So konnte man mit am Ende besser platzierten Gegnern oft lange mithalten, am Ende hatten die Teams auf der Gegenseite aber dann eine breitere Bank und somit noch mehr Kräfte zur Verfügung. Seine volle Leistungsfähigkeit zeigte das Team Mitte November gegen den Tabellenzweiten SG Stutensee-Weingarten. Dem Tabellenzweiten konnten die Kubik-Mädels mit vollem Kader eine von nur drei Niederlagen zufügen.

Profitieren konnten sicherlich die B-Jugend-Spielerinnen wie Anita Sigloch oder Joana Spengler, die aufgrund der dünnen Personaldecke in Verantwortung genommen wurden. Umgekehrt konnten einige A-Jugendliche bereits erste Erfahrungen bei den Damenmannschaften ihrer Stammvereine sammeln. Die im Winter zurückgekehrte Mareike Ast sammelte beispielsweise schon einige Einsätze im TG 88-Drittligateam. Carmen Matijevic und Lea Heilemann zählten zur Stammbesetzung der TG 88-Frauen in der Landesliga. Torfrau Zoe Rittmann und Rückraumspielerin Elena Sigloch waren entscheidend am Aufstieg der Neuenbürger Damenmannschaft in die Landesliga beteiligt.

Weibliche A2-Jugend – Trotz dünner Personaldecke Bezirksliga-Vizemeister

Die weibliche A2-Jugend schaffte es in der Bezirksliga auf den zweiten Platz.

Trainer Achim Frautz hatte in dieser Saison mehr als einmal mit einem unvollständig ausgefüllten Spielberichtsbogen zu kämpfen. Mehrere Male mussten die A2-Mädels der WSG Neuenbürg/Pforzheim in Unterzahl antreten. Zudem stand dem Coach keine ausgebildete Torhüterin zur Verfügung. Trotzdem ließen sich Trainer und Mannschaft die Stimmung nicht vermiesen. Die Mädels waren trotz der dünnen Personaldecke zu jeder Zeit gut gelaunt. Diese Stimmung übertrug sich auch auf die Eltern auf der Tribüne, die der Mannschaft im Spiel eine zusätzliche Motivationsspritze verpassten.

Insgesamt hatte das Team vier Niederlagen zu verzeichnen, wobei aber zwei auf Spielabsagen aufgrund mangelnden Personals zurückzuführen sind. Im sportlichen Vergleich verloren die Frautz-Mädels nur zu Saisonbeginn gegen die SG Knielingen-Eggenstein und den späteren Meister TG Neureut. Danach folgte keine Niederlage mehr. Die Position im Tor teilten sich zumeist Anna-Lena Neher und Elodie Debair auf. Beide waren aber auch als Feldspielerinnen erfolgreich und zeigten sich in dieser Rolle stets torgefährlich. Vor allem zweitere verwandelte die Strafwürfe sicher. Unterstützung erhielt man zudem von Kathi Schäfer, die mehrmals zur besten Torschützin avancierte, und Anna Weißert aus dem Badenliga-B-Jugend-Kader. Daneben spielte sich Anna-Lena Neher mehr und mehr bei den HCN-Damen ins Team.

Weibliche B-Jugend – Mit weißer Weste zur badischen Meisterschaft

Die weibliche B-Jugend wurde in der Saison 2018/19 verlustpunktfrei badischer Meister.

Die beiden Trainer Sven Sigloch und Meike Sigloch holten in der letzten Saison mit der HCN-C-Jugend den badischen Meistertitel auf den Buchberg. Der Kern des Teams marschierte nun mit den beiden Trainern in die B-Jugend, verstärkt durch Spielerinnen des älteren B-Jugend-Jahrgangs. Im Frühjahr griff man die Qualifikationsturniere für die Baden-Württemberg-Oberliga an. Am Ende scheiterte man knapp an dieser Hürde, war aber automatisch für die Badenliga qualifiziert.

Die Enttäuschung über das nicht erreichte Ziel verfolg schnell, stattdessen setzte man sich neue Ziele. In der Badenliga wollte man in Sachen Meistertitel ein gehöriges Wörtchen mitreden. Zum Saisonstart stand gleich das Derby gegen den Turnerbund Pforzheim an, das mit 24:16 gewonnen werden konnte. Auch die folgenden Spiele konnten deutlich gewonnen werden. Es zeichnete sich schnell ein enger Titel-Zweikampf zwischen der WSG und dem TV Bammental ab. Ins Spitzenspiel Ende Januar in Bammental gingen beide Teams ohne einen einzigen Minuspunkt. Auch diese Herausforderung meisterte die Sigloch-Truppe, ohne Harz gewann man auswärts mit 27:23.

Nachdem beide Teams bis zum neuerlichen Aufeinandertreffen keine Punkte abgaben, stand am vorletzten Spieltag das Endspiel um den badischen Meistertitel an. In der Fritz-Erler-Halle konnten die WSG-Mädels schließlich nach einem deutlichen 34:23-Sieg die badische Meisterschaft feiern. Da man auch die letzte Partie in Nußloch gewann, ging die WSG-B-Jugend mit 36:0 Punkten aus der Saison, alle Spiele konnten gewonnen werden.

Besondere Wertschätzung erhielt die Arbeit der WSG-Trainer durch die Nominierungen von Anita Sigloch und Amelie Lang für die Baden-Württemberg-Auswahlteams beim Deutschland-Cup im Januar. Amelie Kurek – eigentlich noch dem C-Jugend-Jahrgang angehörend – wurde zudem als Nachrückerin nominiert. Anita Sigloch konnte mit dem Team Baden-Württemberg 1 sogar den Länderpokal-Titel feiern. Torhüterin Claire Bäcker zählt zudem zum DHB-Nachwuchskader. Auch im Damenbereich machten einige der Mädels schon ihre ersten Schritte. Beispielsweise gehörte Michelle Flentje schon fest zum Damen-Perspektivteam der TG 88 in der Landesliga.

Durch den badischen Meistertitel qualifizierte sich das WSG-Team auch für den Baden-Württemberg-Pokal, an dem die drei Regionalmeister aus Baden, Südbaden und Württemberg gegeneinander antreten. Die WSG trifft hier am 28.04. auf die TG Biberach und die SG Maulburg/Steinen.

Weibliche C-Jugend – Mit jüngerem Jahrgang in der Badenliga etabliert

Der Zusammehalt im Team bei der weiblichen C-Jugend – hier mit Weihnachtsgeschenken von der Hück Lernstiftung – wurde dieses Jahr groß geschrieben.

Die Trainer Marius Kubik und Bernd Gebauer hatten die schwere Aufgabe vor sich, in der Vorbereitung ein C-Jugend-Badenliga-Team zu formen, das überwiegend aus dem jüngeren Jahrgang bestand. Lediglich Keeperin Amelie Kurek zählte zum älteren 2004er-Jahrgang. Nach drei Niederlagen zu Beginn fanden sich die Mädels allmählich in der neuen Liga ein. Bei der SG Stutensee-Weingarten gelang dann mit einem klaren Sieg im vierten Spiel der Befreiungsschlag. Fortan spielten die WSG-Mädels eine gute Rolle in der Badenliga.

Mit Leonie Seyfried, Lara Wallinger und Amina Zoronjic bildete sich eine Rückraumachse heraus, bei der im Saisonverlauf eine stetige Entwicklung erkennbar war. Auch in der Abwehr griffen die Mädels von Spiel zu Spiel beherzter zu. In der Rückrunde bewiesen die WSG-Mädels vor allem Heimstärke, zuhause ging kein einizges Spiel mehr verloren. Mit 20:16 Punkten schloss man auf einem guten vierten Tabellenplatz ab. Die Entwicklung der WSG-Mädels in dieser Runde macht Mut für die anstehende Saison.

Ausblick auf die Saison 2019/20

Nach Ablauf der Saison werden der HCN und die TG 88 Pforzheim wieder getrennte Wege gehen. Die Teams der TG 88 Pforzheim werden an den Qualifikationsturnieren für die neue Runde 2019/20 teilnehmen. Die C-Jugend nimmt die Qualifikation für die Badenliga in Angriff, die B-Jugend wagt einen zweiten Anlauf zur Qualifikation für die Baden-Württemberg-Oberliga. Die A-Jugend will sich für die Badenliga qualifizieren, bei optimalem Verlauf könnte man sogar noch in die Qualifikationsspiele für die Baden-Württemberg-Oberliga einziehen.

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